2016 - Wysowa traduit en allemand

Winterwoche in Wysowa-Zdrój (Polen) im März 2016

Nach einer Anreise von 2-3 Tagen trafen sich Jumeleure aus Nantes und Saarbrücken im Südosten Polens, in Wysowa-Zdrój.Unser Hotel Gościnna Chata befindet sich 200 m vom Kurpark und 1 km vom Kurbad Wysowa-Zdrój entfernt. Nachdem wir unsere Zimmer – groß wie Tanzsäle - bezogen haben, finden wir uns zu unserem ersten Abendessen unter Freunden ein. Wir sind sehr glücklich uns wiederzusehen und haben einander viel zu erzählen. Basia erläutert uns das Programm für diese Woche, das sie für uns vorbereitet hat.

Sonntag, 13. März, Bardejov
Wir starten zu einem Tagesausflug in die Slowakei. Besuch von Bardejov, einer befestigten mittelalterlichen Stadt, die seit 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Das Highlight: Besuch der Synagoge Bikur Cholim, einer der am besten erhaltenen der gesamten Slowakei – mit einem Führer, der uns begeistert u. a. die Archive und eine Bibliothek mit Büchern und Schriften zeigt, die so alt sind, dass sie zerfallen würden, wollte man sie lesen.

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Pieroggen, 14. März
Zu Fuß erkunden wir Wysowa. Wir besuchen die Kirche und machen einen großen Bogen durch den Kurpark, „kosten“ einige Thermalwasserproben. Zu unserer großen Überraschung treffen wir dort auch eine Herde Rehe an, die offenbar auch die positive Wirkung des Heilwassers erfahren möchten.
Zurück im Hotel, finden wir uns zum Kurs „Polnische Küche“ ein, den Basia für unsere Gruppe gebucht hat. Zusammen mit dem Chef des Restaurants und unter Anleitung zweier einheimischer Frauen bereiten wir russische Pieroggen zu, ein typisch polnisches Gericht von gefüllten Teigtaschen, in der Art von Ravioli. Alle Jumeleure packen an, und mit Schwung formen sie gut gelaunt und fröhlich diese kleinen Teigtaschen und füllen sie mit Käse oder Mus.
Zu guter Letzt werden die Pieroggen gekocht, und wir verkosten sie zum Mittagessen.

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Montag, 14. März, Wysowa
Danach steht ein Verdauungsspaziergang ins Lemkenland an. Nach einem Aufstieg auf matschigen Wegen entdecken wir oben, an der Grenze zur Slowakei, die „Kapliczka na Górze Jawor" (Kapelle auf dem Berg Jawor). Der Weg dorthin ist zwar nicht mühsam, aber unseren Schuhen tut schließlich doch eine Thalassotherapie gut, ein Schlammbad mit anschließender Spülung im Quellwasser!!!

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Dienstag, 15. März, Krynica
Überraschung! Der Winter hat uns einen kurzen Besuch abgestattet: Alles ist weiß und wunderschön, aber es ist kalt draußen.
Heute kommen uns unsere polnischen Freunde Marysia et Andrzej nach Krynica-Zdrój besuchen. Krynica-Zdrój, ein hübsches Städtchen, aber bei der Kälte begeben wir uns lieber in die „Villa Romanówka“, um die Ausstellung des naiven polnischen Malers Nikifor, des berühmtesten Sohnes der Stadt, zu besuchen. Eine interessante Ausstellung des obdachlosen Autodidakten Nikifor, der der Minderheit der Lemken angehörte, geboren 1895, gestorben 1968.
Schließlich bringt uns die Seilbahn auf die Anhöhe Góra Parkowa über Krynica, um dort im "U Babci Maliny", einem nostalgischen Restaurant zwischen Plüsch und Kitsch zu Mittag zu essen. Teils zu Fuß, teils mit der Seilbahn, wo unser Freund Sigi am Steuerrad Platz nimmt, geht es dann wieder bergab.
Es folgt die letzte Station des Tages, die Imkerei „BARĆ“, bei Nowy Sacz, in der Ortschaft Kamianna. Sie produziert den besten Honig in Polen. Hier Honig- und Honigweinprobe. Nicht schlecht sind diese Honigweine, aber besser wäre ein gutes Bier.

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16, März, Häschen und Eier und Kutsche
In Polen ist Ostern ein wichtiges Fest. Überall hängen bemalte Eier oder bunte Hasen an den Zweigen von Bäumen oder Sträuchern.
Für unsere Gruppe hat Basia einen Vormittag unter dem Motto „Hasenbasteln und Eiermalen“ organisiert. In dem Bastelraum stehen wir erstaunt vor dem Stroh, das auf dem Tisch ausgebreitet liegt, und jeder fragt sich, was das wohl werden soll!? Und dann wird alles ganz einfach. Unsere Kursleiterin erklärt uns, wie wir vorgehen sollen, und wir alle formen nacheinander Körper, Kopf und Ohren unseres Hasen. Wir haben viel Spaß dabei. Dann klebt ein Helfer noch den Kopf auf den Rumpf, die Ohren an den Kopf und Augen und Nase auf das Gesicht (zwei rote Bohnen und eine getrocknete Erbse), Dekoration mit Schleifchen ums Ohr, und schon ist unser Hase fertig!!!
Dann beginnt das Eiermalen. Künftige Künstler lassen sich ausmachen, vielleicht ein bisher noch unbekannter Picasso oder Rembrandt. Wie dem auch sei – für mich gilt das jedenfalls nicht!!!

Nachmittags führt uns eine Kutsche auf Entdeckungsreise in die nähere Umgebung, insbesondere zu der orthodoxen Kirche von Hańczowej, Verkostung einheimischer Wurstspezialitäten und von Kräuterwodka inklusive – hmm, tut das gut, denn es ist kalt …

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Donnerstag, 17. März, Szymbark
Wir besichtigen das Muzeum Dwory Karwacianów, ein Freilichtmuseum mit alten, typisch polnischen Häusern. In einigen dieser Häuser sind Hunderte von großen Puppen ausgestellt, die die Kinder des Dorfes gebastelt haben und die einer Tradition zufolge am ersten Frühlingstag in den Bach geworfen werden. Damit soll der Winter beschlossen und der Frühling eingeleitet werden. In unmittelbarer Nähe besichtigen wir dann noch die ehemalige, gut erhaltene Burg Kasztel w Szymbarku.

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Freitag, 18. März, Kwaiton
Vormittag zur freien Verfügung. Jeder tut, was er möchte: Koffer packen, Karten schreiben, spazieren gehen, Seele baumeln lassen …
Mittags treffen wir uns wieder, um im Thermen-Restaurant "le Stary Dom Zdrojówy", gerade gegenüber von unserem Hotel, gemeinsam zu Mittag zu essen. Wir probieren dort ein Pilzgericht mit köstlichem Edel-Reizker, um dann zu dem Besuch der orthodoxen Kirchen von Kwiatoniou und Nowicy zu starten – beide UNESCO-Weltkulturerbe.
Zurück in unserem Gościnna Chata, nehmen wir das letzte gemeinsame Abendessen unter Freunden ein. Morgen heißt es wieder nachhause fahren.

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Traduit par Irmtrud Rohleder-Voigt
Diaporamas de Jacques Fuselier
Photos de Jacques Fuselier et Berthold Wilhelm

Mis à jour le mardi 24 mai 2016 11:26

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